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Was bedeutet TBR? SuB und Leseliste erklärt

TBR bedeutet “to be read”, also zu lesen. Es ist die Liste der Bücher, die du besitzt oder lesen willst, aber noch nicht begonnen hast. Auf BookTok und Bookstagram reden Leser über ihren TBR-Stapel, ihre TBR-Liste und die gefürchtete TBR, die schneller wächst, als sie lesen können.

Das ist die ganze Definition. Der Rest dieses Leitfadens handelt davon, wie Leser den Begriff wirklich nutzen und wie du eine TBR führst, die dir hilft, mehr zu lesen, statt dir ein schlechtes Gewissen zu machen.

TBR und SuB: dasselbe auf Deutsch

Im deutschsprachigen Raum gibt es dafür ein eigenes, älteres Kürzel: SuB, kurz für Stapel ungelesener Bücher. Es meint exakt dasselbe wie TBR, und im deutschen BookTok ist es mindestens genauso verbreitet.

Ein paar Dinge, die nur im Deutschen funktionieren:

  • SuB-Abbau. Der bewusste Versuch, den Stapel kleiner zu lesen, statt ihn wachsen zu lassen. Ein eigener Sport mit eigenen Challenges.
  • SuB-Leiche oder Regalleiche. Ein Buch, das seit Jahren ungelesen im Regal steht und dort vermutlich bleibt. Der ehrlichere Teil des Stapels.
  • SuB-Zuwachs. Die Neuzugänge des Monats, meist als Foto gepostet, meist größer als der Abbau.

Beide Wörter stehen nebeneinander, oft im selben Satz: “mein SuB wächst schneller, als meine TBR schrumpft” ergibt für deutschsprachige Lesende völlig Sinn. Keine der beiden Formen ist richtiger. Weitere deutsche Lesebegriffe stehen in unserem Lese-Glossar.

Woher TBR kommt

TBR begann als Kürzel in Buchblogs und Foren und verbreitete sich dann über Goodreads, BookTok und Bookstagram. Es ist inzwischen die übliche Art, mit der Leser die Bücher kennzeichnen, die auf sie warten. Du wirst es auf drei Arten sehen:

  • TBR-Stapel: der physische Stapel ungelesener Bücher auf deinem Regal oder Nachttisch.
  • TBR-Liste: die digitale Version, die Bücher, die du dir vornimmst.
  • TBR-Glas: Zettel mit Titeln, zufällig gezogen, wenn du dich nicht entscheiden kannst.

TBR gegenüber DNF und anderen Leser-Kürzeln

Ein paar Begriffe reisen mit TBR:

  • DNF: “did not finish”, also abgebrochen. Ein Buch, das du aufgehört hast zu lesen und zu dem du nicht zurückkehren wolltest.
  • Backlist: ältere Bücher, keine Neuerscheinungen.
  • ARC: “advance reader copy”, ein Rezensionsexemplar vor der Veröffentlichung.
  • Buddy-Read: dasselbe Buch neben einer Freundin lesen, auf einem gemeinsamen Tempo.
  • Tropes: die Muster, nach denen viele beim Aussuchen filtern.

Wie du eine TBR führst, die du wirklich abarbeitest

Eine TBR ist nützlich, genau bis sie zu einer Quelle von Schuld wird. Ein paar Gewohnheiten halten sie für dich am Laufen:

  1. Halte sie kurz und sichtbar. Eine fokussierte Auswahl von fünf bis zehn Büchern schlägt eine Liste von dreihundert, die du nie durchgehen wirst.
  2. Misch es. Kombiniere einen langen literarischen Roman mit einem schnellen Thriller, damit du immer etwas hast, das zu deiner Stimmung passt.
  3. Erlaub dir das Abbrechen. Ein Buch, das du aufgibst, ist kein Versagen. Es macht Zeit frei für eines, das du lieben wirst.
  4. Verfolge Startdaten, nicht nur Abschlüsse. Zu sehen, wie lange ein Buch wirklich gedauert hat, macht deine nächste Wahl realistischer.

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